Ordner für Windows-Rechner freigeben

Von einem Windows-Rechner soll auf einen Ordner auf dem Raspberry Pi zugegriffen werden. Auf dem Raspberry Pi wird dazu ein Samba-Server installiert. Der Samba-Server stellt den Ordner per Netzwerk zur Verfügung. Das Netzwerk kann ein Peer-to-Peer-Netzwerk sein. Auf dem Windows-Rechner wird dieser Ordner als Laufwerk verbunden.

 

Peer-to-Peer-Netzwerk:

• Mindestens 2 gleichberechtigte Rechner in einer Arbeitsgruppe.

• Jeder Benutzer muss auf jedem Rechner ein Benutzerkonto haben.

Arbeitsgruppe: Netzwerkbereich in einem Peer-to-Peer-Netzwerk. Es gibt keinen speziellen Server.

 

Voraussetzungen:

• Der Raspberry Pi muss mit dem Netzwerk verbunden sein.

• Der Windows-Rechner muss mit dem Netzwerk verbunden sein.

• Der Raspberry Pi muss eine Verbindung zum Internet haben.

 

Samba-Server auf dem Raspberry Pi installieren

Geben Sie auf dem Raspberry Pi folgende Befehle ein:

sudo apt-get update

sudo apt-get install samba samba-common-bin

 

Samba-Server konfigurieren

• Öffnen Sie die Datei /etc/samba/smb.conf mit Administrator-Rechten.

Z. B. mit sudo Leafpad /etc/samba/smb.conf.

• Suchen Sie in der Datei folgende Zeilen und stellen Sie die Parameter ein:

workgroup = WORKGROUP

Wobei WORKGROUP der Name der Arbeitsgruppe ist, der der Raspberry Pi angehören soll.
Der Windows-Rechner muss dieser Arbeitsgruppe ebenfalls angehören.

wins support = yes


Samba für den Share-Ordner pi-share konfigurieren:

• Fügen Sie am Ende der Kofigurationsdatei /etc/samba/smb.conf folgende Zeilen ein:

[Pi-Share]

comment = Raspberry Pi Share

path = /home/pi/pi-share

browsable = yes

writeable = yes

only guest = no

create mask = 0777

directory mask = 0777

public = no

Der Parameter no in der letzten Zeile führt dazu, dass nur auf dem Raspberry Pi angelegte Benutzer auf den Share-Ordner zugreifen können.

 

Samba-Benutzer einrichten

sudo smbpasswd -a pi

Damit wird der Standard-Benutzer pi als Samba-Benutzer eingerichtet.

• Geben Sie anschließend das Passwort raspberry für den Standard-Benutzer ein.

• Starten Sie das Betriebssystem anschließend neu.